Wirtschaft
anders denken.

A long story of big troubles

07.08.2017
Foto: Robin Kirk / flickr CC BY 2.0Die Peace Line in Belfast.

Der Brexit beschäftigt in Nordirland seit Monaten Medien, Politik und die Menschen. Der EU-Austritt Großbritanniens stellt im Land viel in Frage – vor allem wirtschaftlichen Aufschwung und einen mühsam errungenen Frieden.

Bett, Stuhl, Tisch – und natürlich das WLAN-Passwort: Paolo bietet ein freundliches Mini-Gästezimmerchen in seiner Wohnung an. Er wohnt in Ostbelfast, in einer dieser ordentlichen Reihenhaussiedlungen, in denen die Vorgärten gepflegt sind und die Fenster geputzt. Wo jeder ein Auge auf die Nachbarn hat und die britische Flagge nicht nur vor Mini-Heldendenkmälern weht, sondern auch auf alten Blechtonnen aufgemalt ist. Sonst gibt es hier nicht viel: nur einen umzäunten Bolzplatz, einen Hundesalon, einen kleinen Kiosk, eine Änderungsschneiderei.

Paolo sind die Flaggen ziemlich egal. Er ist froh über seine Wohnung und vor allem seinen Job. Paolo ist Italiener, 33 Jahre alt. Vor drei Jahren hat es ihn nach Belfast verschlagen, weil er als IT-Fachmann zu Hause keine Arbeit fand – wie so viele junge Italiener. Wirtschaftskrise. In Nordirland engagierte ihn eine Firma, nun arbeitet er im Belfaster Zentrum. Nebenbei vermietet er das kleine Zimmer zum kleinen Preis und unterstützt mit den Einkünften die Familie in Italien.

Abends, wenn er von seinem Job zurückkehrt und ich von meinen Spaziergängen, reden wir noch ein bisschen. Meist hat mein Gastgeber noch eine schöne Frau dabei. Mal ist es eine Spanierin, mal eine Polin, in jedem Fall ist es lustig: Denn jeden Abend stellt Paolo der deutschen Besucherin formvollendet seine jeweilige Freundin vor, wonach es noch ein bisschen Smalltalk gibt und ich mich dann diskret zurückziehe. Und so findet hier Europa live statt: In einem Ostbelfaster Quartier sitzen ein Italiener, eine Polin (oder Spanierin oder Italienerin) und eine Deutsche abends zusammen, essen und quatschen miteinander. Die Frage ist, wie lange das noch so unkompliziert funktioniert.

Der Brexit beschäftigt in Nordirland seit Monaten nicht nur Medien und Politik, sondern vor allem die Menschen. Mehrheitlich hat man hier gegen den EU-Austritt Großbritanniens gestimmt, zu dem Nordirland noch immer gehört. Das hat vor allem historische Gründe. Viel zu lang war das Land zerrissen – im jahrhundertealten Konflikt zwischen protestantischen Loyalisten, die hier buchstäblich implantiert wurden und der britischen Krone die Treue hielten, und katholischen Republikanern, quasi der Urbevölkerung, die für ein unabhängiges Irland eintraten. Es war ein blutiger Konflikt, der Anfang des letzten Jahrhunderts die Teilung der Insel in die unabhängige Republik Irland im Süden einerseits und dem bei Großbritannien verbleibenden Nordirland nach sich zog – und dort in den folgenden Jahrzehnten in bürgerkriegsartigen Zuständen viele Todesopfer forderte. Die Nordiren nennen dies alles in ihrem einzigartigen Understatement schlicht »Troubles«.

Noch in den 1990er Jahren war Belfast deshalb für viele Ausländer eine No-Go-Area. Bombenanschläge, festungsartige Militärstationen mit Stacheldraht, die grauen, ständig patrouillierenden Panzerwagen der britischen Armee, gesperrte Straßen, die sogenannte »Peace Line« zwischen katholischen und protestantischen Vierteln: eine Trennmauer in Westbelfast, höher, als die Berliner Mauer je war. Ladenleerstand, hermetisch vergitterte Kneipen – all das machte die von Terror, Angst und Armut gebeutelte Stadt nicht eben attraktiv.

»A long, long story«

Seit 1998, seit dem Karfreitagsabkommen, mit dem endlich nach langen Verhandlungen der Waffenstillstand der verfeindeten Parteien und damit ein politischer Durchbruch in Nordirland erreicht wurde, hat sich viel verändert. Es gibt nun ein eigenständiges Parlament, das britische Militär zog sich zurück, EU-Mittel wurden investiert, auch Belfast konnte aufatmen.

Wer heute durch die Stadt läuft, sieht ein prosperierendes Geschäftszentrum, das noch vor zwanzig Jahren insbesondere am Wochenende wie ausgestorben war. Denn (so die merkwürdige Logik der paramilitärischen Organisationen) gebombt wurde gegen Ende der »Troubles« gern am Sonntag. Dann konnten nicht so viele Menschen umkommen – weil ja alle wussten, dass am Sonntag im Zentrum Bomben hochgehen können, und deshalb zu Hause blieben.

Gebombt wurde aber auch in Kneipen oder Fischläden oder Hotels oder Einkaufsstraßen oder einfachen Wohnhäusern. So viele Menschen starben. Nicht zuletzt durch die willkürliche Gewalt des britischen Militärs. Der »Bloody Sunday« von 1972 ist unvergessen. Seit über zwanzig Jahren ist Nordirland damit beschäftigt, die Konflikte und »Troubles«, all das Leid und die Morde aufzuarbeiten. Fragt man Belfaster danach, hört man mitunter nur ein lakonisches: »Oh. That’s a long, long story.«

Heute ist Belfast eine wenigstens teilweise entspannte Stadt. Sie ist nicht besonders groß und kein Global Player, aber eine Metropole im besten Sinn: Menschen aus aller Welt kommen, um zu bleiben – und sind willkommen. Auch polnische Arbeiter und italienische IT-Experten. Belfast braucht keinen britischen Snobismus. Durch das Zentrum surren Rollköfferchen aus aller Welt, die Einkaufsstraßen sind belebt. Das »Europa Hotel« im Herzen Belfasts, von dem es heißt, es sei das am häufigsten bombardierte in ganz Europa, ist seit Jahren heil geblieben. Die Touristenzahlen steigen, es wird investiert und gebaut.

Zudem ist es faszinierend, wie die Stadt vor allem drei lokale Legenden vermarktet. Die erste ist George Best, ein berühmter Belfaster Fußballer. Die zweite heißt »Titanic«. Die dritte »Peace Line«.

Ship happens

Paolo wohnt nur ein paar hundert Meter entfernt vom »Titanic Quarter« und der neuen »Waterside«-Landschaft. Das alte Belfaster Hafen-Areal wurde völlig neu erschlossen. Die Titanic ist weltberühmt – doch dass sie Anfang des letzten Jahrhunderts in Belfast gebaut wurde, wussten bis vor ein paar Jahren nur wenige. Belfast hat die internationale Legende wieder nach Hause geholt und clever um die hollywood-gekrönte Geschichte ein ganzes touristisches Viertel gestrickt: mit einem gigantischen Museum, alten denkmalgeschützten Werftgebäuden und historischen Kränen, Veranstaltungs- und Kulturzentren, neuen Brücken, einer großzügigen Uferpromenade samt Wohnungen am Wasser, Geschäften und vielen Tourismusattraktionen. Überall in der Stadt wird mit Titanic geworben.

Man kann natürlich fragen, warum eine Stadt ausgerechnet ein Schiff zur »local legend« macht, das schon bei der Jungfernfahrt unterging. Aber auch darauf haben die Belfaster eine schlagfertige Antwort: Man sieht T-Shirts und Postkarten mit der Aufschrift: »Titanic. Built by Irishmen. Sunk by an English Man«. Oder auch, lakonischer: »Ship happens«.

Man kann sie kaufen im St. Georges Market, einer alten Markthalle, die wieder neu belebt wurde und wo sich freitags bis sonntags tout Belfast trifft (auch Paolo mit seiner neuesten Freundin). Es gibt Atlantik-Austern und Fisch, Obst und Gemüse, Törtchen, homemade Chutneys und Konfitüren, guten Kaffee und Tee, Antiquitäten, Fotografien und moderne Kunst, alte Bücher, Trödel, spanische, griechische oder italienische Delikatessen – kurz: so ziemlich alles. Mittendrin hören Besucher irischen Musikern zu. Und in den ältesten Belfaster Gassen hat sich inzwischen eine junge, internationale Kreativszene angesiedelt: Fotografinnen, Architekten, Künstlerinnen, Designer, Musikstudios, Bars. Auch das ist neu.

Womit man wieder am neuralgischen Punkt ist: Denn auch diese bunte, internationale Mischung steht mit dem Brexit auf dem Spiel. Nicht nur Paolo fragt sich nämlich, wie es weitergeht, wenn Nordirland zwangsweise aus der EU ausscheiden muss, weil es immer noch eine britische Kolonie ist und der exaltierte Boris Johnson, der ehemalige Rohstoffhändler und rechte UKIP-Politiker Nigel Farage sowie der verstörend vergnügte Ex-Premier David Cameron und zum Schluss auch noch Premierministerin Theresa May die Sache gründlich in den Sand gesetzt haben. Die Entscheidungen liegen für Nordirland immer noch in London – und dort bei einer britischen Elite, die den meisten Nordiren sehr, sehr fremd ist.

Brexit oder Aufschwung?

In Nordirland sieht man den Brexit vor allem mit Entsetzen. Schon wieder Schluss mit der neuen Internationalität, dem Aufschwung? Sehr viel steht für die Iren auf dem Spiel. Deshalb sind die Zeitungen und die TV-Berichte von BBC Northern Ireland voll mit neuesten Berichten über den Brexit.

Das fängt schon an mit dem kleinen Grenzverkehr zwischen der Republik Irland und Nordirland: Mittlerweile und auch dank der EU spürte man es kaum noch, wenn man die Grenze überquerte. Keine Passkontrollen oder Schlagbäume mehr – einfach nur durchfahrende Busse und Wiesen mit Schafen. Nur, dass man in der Republik längst mit Euro zahlt, in Nordirland weiterhin mit britischen Pfund. Ca. 24.000 Arbeitspendler gibt es inzwischen an der Grenze. Was geschieht aber, wenn der EU-Gegner Johnson (ausgerechnet er ist Außenminister) sich mit harten Abschottungsforderungen durchsetzt? Werden dann die Schlagbäume zwischen Nord- und Südirland wieder aufgerichtet?

Szenenwechsel: Eine Belfaster Teestube neben dem Rathaus, mittags essen die Leute hier ihr Sandwich. Am Nebentisch sitzen eine junge Frau und ein junger Mann, offenbar Kollegen. Sie spricht Polnisch, er Russisch, sie diskutieren die Brexit-Lage. Als der Mann merkt, dass ich Russisch verstehe und ihrem Gespräch zuhöre, wendet er sich an mich: Was ich denn, als Deutsche, von dieser Brexit-Geschichte halten würde? Für Dimitri, so heißt der junge Mann, ist die Sache existenziell. Er ist Akademiker, arbeitet und wohnt hier, hat eine Familie gegründet. »Was sind denn nun meine Kinder? Iren, Briten, Russen? Müssen wir jetzt gehen? In Amerika bekommt jedes dort geborene Kind automatisch den amerikanischen Pass! Wie läuft das eigentlich in Deutschland?«

Längst geht es nicht mehr nur um innerirische Konflikte. Seit den EU-Erweiterungen waren auch viele europäische Migranten gekommen, die Nordirland brauchte: als ausgebildete Krankenpfleger und Ärztinnen, als Bauarbeiter, Wissenschaftlerinnen, Lehrkräfte, Start-Up-Gründer. Inzwischen sind polnische Produkte in jedem größeren Supermarkt selbstverständlich. Überhaupt ist die kleine Hauptstadt Belfast sehr international geworden.

Umso größer sind die Befürchtungen, dass mit neuen Grenzen zwischen EU und Nicht-EU auch die Konflikte in Nordirland wieder aufflammen könnten. Denn der Konflikt ist längst nicht vorbei, er sitzt noch immer tief. Zwar gehen keine Bomben mehr hoch, aber immer noch steht die Peace Line in Westbelfast zwischen protestantischen und katholischen Vierteln. Kilometerlang und ohne Durchgangsmöglichkeiten. Sie durchschneidet Straßen und trennt Bewohner, um Übergriffe zu verhindern. Das Absurde ist, dass die protestantischen Viertel in Westbelfast ebenso proletarisch und von Armut geprägt sind wie die katholischen. Auf den ersten Blick kann man sie nur an den patriotischen Wandgemälden unterscheiden – und an den Bemalungen der Bordsteine und den Flaggen: hier blau-weiß-rot, dort orange-weiß-grün.

Peace Line

Neben dem Titanic-Erlebnisareal ist ausgerechnet die Peace Line in Westbelfast inzwischen wohl das wichtigste touristische Angebot. Links und rechts der Mauer laden permanent Touristentaxis ihre Fahrgäste aus, die dann die »Murials«, die Wandgemälde, und die Situation bestaunen. Hostels und Zettelverteiler werben für Besichtigungstouren entlang der Mauer – doch im Unterschied zu ihrem Berliner Gegenstück ist die Peace Line hier bei aller Graffiti-Kunst immer noch Ernst.

Aber auch wenn man durch Paolos eher gutbürgerliches Ostbelfaster Viertel spaziert, hat man das Gefühl, überall von Zäunen umgeben zu sein: Bolzplätze, Spielplätze, Vorgärten, gar um ein ganzes Quartier, »The Strand«. Es ist keine »Gated Community«, man kann durchspazieren, aber es ist deutlich durch Hecken und Zäune abgeschirmt, und nicht wegen des Verkehrslärms. »The Strand« ist eine katholische Enklave in diesem protestantischen Viertel, und weil militante Protestanten immer wieder ihre jährlichen Oranier-Siegesaufmärsche durch katholische Viertel führen wollen, musste man sich schützen.

Szenenwechsel: 17. März, St. Patrick‘s Day, der traditionelle irische Feiertag, den folglich vor allem Katholiken feiern – doch inzwischen kommen auch Touristen extra zum Feiern her. Schon Wochen zuvor steigen die Hotelpreise stetig, boomt das Geschäft mit kleeblattgeschmückten Hüten und Kostümen, Mützen und Fähnchen.

Der 17. März ist diesmal ein Freitag, um 12 Uhr beginnt der große Festumzug. Und pünktlich fängt es an zu regnen. Ein alter Mann witzelt im Vorbeigehen, dass Patrick wohl irgendwie sauer auf Nordirland sei. Die Belfaster lassen sich die Laune nicht verderben: Mit Regenschirmen, Capes und kleeblattgeschmückten Hüten ausgestattet, feiern Tausende die Prozession der Festwagen und Dudelsackkapellen, der Tanz-, Samba- und Trommelgruppen und städtischen Initiativen. Danach gibt es ein Konzert lokaler Musiker auf einem Platz im Zentrum – strenge Einlasskontrollen gehören noch immer dazu.

Weil der Regen nicht aufhört und der St. Patrick‘s Day ein wunderbar langes Wochenende einläutet, fliehen die Belfaster nur zu gern schon am Nachmittag in die Pubs im Zentrum, wo es bald rappelvoll ist. Überall gibt es Live-Musik, und wo man überhaupt noch hintreten kann, wird getanzt. In der »Fibber Magee«, einem Traditionspub gleich gegenüber dem Europa Hotel, ist das eigentlich kein Ausnahme-, sondern Normalzustand. Hier gibt es jeden Abend Live-Musik, werden »Hen Parties« (Junggesellenabschiede) oder Geburtstage gefeiert, hier kommen einander Unbekannte spontan miteinander ins Gespräch. Dieses ausgelassene Feiern am Wochenende oder an Festtagen verrät vielleicht auch einiges über gesellschaftliche Traumata: In Belfast wird gefeiert, wie Menschen eben feiern, die lange in dem Bewusstsein leben mussten, dass dies vielleicht der letzte Abend gewesen sein könnte. Und wer weiß schon, wie es weitergeht.

Hintergrund: Nordirland

In Nordirland leben 1,85 Millionen EinwohnerInnen. Die (beschönigte) offizielle Arbeitslosenquote beträgt 5,5 Prozent. In den Arbeiterquartieren von West- und Nordbelfast – wo der bewaffnete Konflikt (1968 bis 1998) vor allem ausgetragen wurde – sind jedoch seit Generationen 30 bzw. 60 Prozent der Erwerbsfähigen ohne Job. Mit dem Schwund der alten Industriearbeitsplätze übernahm der Staat die Rolle des Hauptarbeitgebers – derzeit arbeiten über 30 Prozent der Erwerbstätigen im öffentlichen Dienst. Dazu kommen Back-Office-Jobs von Banken und Versicherungen, zunehmend spielt der Tourismus eine Rolle.

Aktuell beträgt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 22.400 Euro im Jahr; in Großbritannien sind es 39.400, in der Republik Irland über 41.000 Euro. Noch immer stützt die Regierung in London die arme Provinz mit über zehn Milliarden Euro pro Jahr.

40 Prozent seiner Exporte liefert Nordirland in die EU (ohne Großbritannien), davon die Mehrheit in die Republik Irland. Neue Zollschranken zwischen Irland und Nordirland könnten die Wirtschaft Nordirlands rund 1,3 Milliarden Euro jährlich kosten, warnt Professor David Phinnemore, Queen’s University, Belfast. Etwa 24.000 ArbeitspendlerInnen zwischen Süd- und Nordirland fürchten um ihre Jobs.

Besonders die Landwirtschaft wird mit EU-Subventionen unterstützt. Nordirland erhält pro Jahr Zuschüsse aus Brüssel von insgesamt rund 430 Millionen Euro. Von 1995 bis 2013 hat die Gemeinschaft den Friedensprozess mit 1,3 Milliarden Euro gefördert. Auch aufgrund der hohen Zuwendungen aus Brüssel (und der Exporte in die EU) haben beim Brexit-Referendum knapp 56 Prozent der NordirInnen für einen Verbleib votiert. Viele Nordiren fürchten wegen des Brexits neue Konflikte zwischen nordirischen katholischen Republikanern und englandtreuen Loyalisten.

Die Bevölkerung ist seit der Besiedlung der britischen Kolonie Irland ab dem 16. Jahrhundert durch schottische und englische Landlose in zwei Gemeinschaften unterschiedlicher politischer und kultureller Identität gespalten – die (probritische) unionistisch-protestantische und die irisch-katholische. Bis vor Kurzem ging das mit erheblichen Unterschieden auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt einher: Die guten Jobs, unter anderem in der einst großen Werftindustrie, waren vor allem unionistischen Lohnabhängigen vorbehalten; die irischen mussten sich vornehmlich als Hilfs- und LandarbeiterInnen verdingen. Vor allem deshalb entstand in den 1960er Jahren die Bürgerrechtsbewegung, nach deren Zerschlagung der Nordirlandkrieg erst richtig begann.

Geschrieben von:

Ulrike Steglich

freie Journalistin