Wirtschaft
anders denken.

In eigener Angelegenheit

Zitat von Karl Marx auf rotem Grund: "Kritik ist keine Leidenschaft des Kopfes, sie ist der Kopf der Leidenschaft"

 

Seit mehr als sechs Jahren gibt es diese Zeitung. Als in Griechenland eine Mehrheit der Bevölkerung OXI! (Nein!) zur neoliberalen Krisenbewältigung mittels Sozialabbau sagte, wurde die Idee für diese Publikation geboren. Wir denken jeden Monat neu über eine andere Wirtschaft nach. Indem wir die eine und oft als alternativlos beschriebene Wirtschaft analysieren und aus der Analyse zu dem Ergebnis kommen: Diese Wirtschaftsweise hinterlässt zu viel verheerte Zone und hält für künftige Generationen keine Lösungen vor. Ändert sich das nicht, wäre in einem anderen Sinn, als einmal postuliert wurde, das Ende der Geschichte erreicht. So muss es nicht kommen.

Darüber denken wir nach und dafür machen wir Zeitung.

Viele Autorinnen und Autorinnen schreiben für OXI. Ihnen genügen die »2-Minuten-Lesedauer«-Texte nicht und schon gar nicht die einfachen und stetig gleichen Erklärungen. Sie finden, dass es in einer immer komplexeren Welt gefährlich ist, sich mit falschen Erklärungen zufriedenzugeben, als sorgte allein deren Wiederholung für eine Ewigkeitsklausel. Unsere Autor:innen und wir vertrauen darauf, dass es viele Menschen gibt, die sich nach einer Minute dreißig nicht ausreichend informiert fühlen. Das Format Einsdreißig gibt es in unserer Zeitung nicht.

Bislang haben die nd-Leser:innen einmal im Monat die OXI als Beilage in einer Wochenendausgabe bekommen, andere über ein Einzelabo. Digital oder gedruckt. Auf unserem Blog (www.oxiblog.de) denken wir über den Monat und zwischen zwei Zeitungen weiter nach.

So wie es aussieht, werden die nd-Abonnent:innen ab April auf das Vergnügen, unsere Zeitung zu lesen, verzichten müssen. Und da wir nun mal über Wirtschaft schreiben, wissen wir auch, was das für eine gute, aber recht kleine Zeitung wie diese betriebswirtschaftlich heißt. Mit den gegenwärtig vorhandenen Einzelabonnements können wir nach Beendigung der Kooperation, die aus wirtschaftlichen Erwägungen seitens der nd-Genossenschaft gekündigt wurde, keine Monatszeitung mehr produzieren, drucken und verteilen. Das heißt, auch die Einzelabonnent:innen bekämen keine Zeitung mehr. Es sei denn …

5.000 Abonnements würden es uns ermöglichen, in der gewohnten Form weiterzumachen. Zur Ehrlichkeit gehört: 4.000 fehlen uns dafür noch. nd-Abonnent:innen, die OXI vermissen werden, können ab sofort bei uns ein Einzelabo abschließen. Digital als E-Paper ist die Zukunft und auf jeden Fall ein klein wenig ökologischer, aber gedruckt ist auch sehr schön.

Wir jedenfalls werden uns mit unseren sehr bescheidenen finanziellen Mitteln, aber großer Verve und Optimismus, der nicht aus dem Wolkenkuckucksheim kommt, darüber Gedanken machen, in welchen Formen, mit welchen Mitteln und Möglichkeiten wir und unsere Autor:innen weiterhin anders über Wirtschaft denken und schreiben können. Worauf es ab April vorerst oder überhaupt hinausläuft, können wir jetzt noch nicht sagen. Nur versprechen, dass wir uns anstrengen.

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