Wirtschaft
anders denken.

Nachsitzen Ende November

28.11.2020
Bild: pixabay

Durchhalteparolen aus dem Ruhrgebiet, Stockholm-Syndrom, und Haushaltsbereinigung nach Art des neuen Arbeitgeberpräsidenten. Notizen aus dem Alltag einer Pandemie in der 48sten Kalenderwoche, Teil 5 des Corona-Tagebuchs.

25.11. Lob des Lokalen
„Wenigstens ist es nicht November“, oder ähnliche Stossseufzer waren ja öfter zu hören in Gesprächen während des ersten „Shutdowns“ im Frühjahr. Tja, und nun? Genau. Weswegen dieses Tagebuch nun auch wieder aufgegriffen wird. Weil es Spaß macht, trotzdem total erlaubt ist und außerdem kann ja die Meinungsfreiheit jetzt nicht auch noch denen überlassen werden, die sie immer nur für ihre Egoshooter-Attacken missbrauchen. Findet der Papst übrigens auch und hält jenen, die  ständig öffentlichkeitswirksam gegen die Corona-Maßnahmen rumpöbeln, in seinem neuen Buch entgegen, dass sie sich nicht in gleichem Maß gegen gesellschaftliche Probleme wie Rassismus und Kinderarmut einsetzen. Sie seien unfähig, sich außerhalb ihrer kleinen Welt zu bewegen. Ein gutes Kriterium, um zu überlegen, mit wem eine denn demonstrieren gehen möchte: Haben sich diese Menschen schon jemals bewegt, wenn es nicht um ihren Bauchnabel ging?
Schade dass sich der real-existierende Katholizismus im Laufe der Geschichte so nachhaltig diskreditiert hat (Stichworte: Rassismus, Kolonialismus, Kindesmissbrauch, Frauenverachtung um nur ein paar zu nennen) denn in diesem Jahr der Pandemie ertappe ich mich immer wieder Katholiken beipflichtend. Heute morgen beispielsweise dem Oberbürgermeister von Solingen, Tim Kurzbach, SPD. Der nämlich wollte wegen der hohen Inzidenzwerte in seiner Stadt schon vor drei Wochen jenen Wechselunterricht an weiterführenden Schulen praktizieren, den nun auch Armin Laschet als hot shit und neuste wissenschaftliche Erkenntnis verkauft. Durfte der Oberbürgermeister aber nicht, weil seine im Kabinett Laschet für Bildung zuständige Ministerin es verboten hat. Im Deutschlandfunk sagt Tim Kurzbach: „Unsere Zahlen sind seit Wochen, seit Monaten jenseits der 200, und ich habe 1800 Schüler*innen in Quarantäne. Da kann ich doch als Oberbürgermeister, der verantwortlich ist fürs Glück und die Gesundheit einer Stadt, nicht so tun, als wenn mich das nicht interessiert. Da muss ich doch kämpfen.“ Gefragt nach seiner Bewertung der vorliegenden und heute von Kanzlerin und Ministerpräsidenten (14) sowie -*innen (2) zu besprechenden Pläne für den weiteren Winter fragt er seufzend zurück „Was liegt denn vor?“. Bei allen Papieren einschließlich des Ergänzungsentwurfs der Kanzlerin, den er ausdrücklich begrüße sei es doch so: „Wir hier vor Ort, wir regeln doch seit Monaten in weitestgehender Autonomie und bügeln hier doch so manche Beule auch glatt. Wir bauen jetzt Impfzentren auf für tausende von Bürgern, wir haben in den vergangen Monaten Testungen organisiert, da können wir glaube ich auch das Thema Schule gut vor Ort anpacken und auch die restliche Bedrohung durch Corona gut im Griff halten, wenn man den Leuten vor Ort mehr vertraut.“ Danke Tim Kurzbach, auch dafür, dass Sie zehn Minuten Interview durchgehalten haben, ohne eine einzige Schuldzuweisung. Das kann nicht nur am rheinischen Katholizismus liegen. Wikipedia verrät: Der Mann stammt außerdem aus der Arbeiterklasse, hat auf dem sogenannten „zweiten Bildungsweg“ studiert, war Sozialarbeiter und ist verheiratet mit einer bei den Grünen engagierten Frau sowie Vater von Zwillingen. Noch Fragen? Lieber Nikolaus, ich wünsche mir, dass alle Medien eine Woche lang nur Politiker*innnen dieser Art zu Wort kommen lassen während sie den ewig gleichen Profilierungsneurotikern mal Sendepause verordnen. Ansonsten und überhaupt gilt die bewährte Ruhrpott-Durchalteparole ES IS WIE ES IS DA MACHSE NIX.
sim

26.11. Luftschlösser

Die Filter kommen. Sie kommen bestimmt. Auch in Berlin. Schon zu Beginn kommenden Jahres sollen sie da sein. Bis dahin gilt: Stoßlüften müsste ausreichen. Egal, wie die Außentemperaturen sind. Mehr ALG II wegen dringend benötigter dicker Pullover und Jacken wird es nicht geben. Vielleicht kann man die Kinder, die aus ärmeren Haushalten kommen, in die Nähe der Tür und weg vom Fenster setzen. Müsste reichen. Hauptsache, die Fenster gehen auf. Tun sie nicht in jeder Schule, in Berlin weiß man sich Geschichten zu erzählen. Aber, das Land stellt 4,5 Millionen Euro für die Anschaffung der Luftfilter zur Verfügung. Dafür können maximal 1500 Filter für die ganze Stadt, die ein Bundesland ist, angeschafft werden. Der Tagesspiegel, der so gut in Mathe ist (wirklich wahr, die sind gut in Mathe) hat ausgerechnet, dass pro Schule 1,5 Geräte dabei rauskommen. Man könnte ja die Klassen vergrößern, dann werden weniger Räume gebraucht.
Mit einem tollen 5-in-1 Luftreinigungssystem können pro Stunde 218 Kubikmeter Luft umgewälzt werden. Sagt das Internet, nicht der Tagesspiegel. Die Dinger kosten aber auch. Immer wieder stellt sich die Frage, was eigentlich in den Sommermonaten so gemacht wurde, um die Schulen für die zweite Welle fit zu kriegen. Nicht das Richtige. Soviel ist klar. Aber Unterricht bei weit geöffneten Fenstern, so sie nicht zugenagelt sind wegen Baufälligkeit, klingt irgendwie abenteuerlich. Vielleicht war das ausschlaggebend dafür, die Füße still zu halten. Ist doch fast wie Waldschule oder so.
In meinem Spamordner landen Mails mit poetischen Betreffzeilen: „Du liegen ein grausam Sünder. Freilassung abverlangen Gebühr.” Ich kopiere die Betreffs untereinander und fertig ist das Gedicht zur Zeit.
Überhaupt Mails. Vor kurzem fragte mich eine Verwandte, die ich mag, seit sie auf der Welt ist, in der Betreffzeile: Was hältst du von Corona?
Ich habe Angst vor dieser Betreffzeile, weil sie manchmal mit einem großen Verlust verbunden ist (diesmal zum Glück nicht), der da heißt: Ich bin jetzt ganz woanders und selbst wenn ich dich das frage, ich werde dir nicht zuhören, wenn du mir antwortest. Denn eigentlich frage ich nur, um dir zu sagen, was ich von Corona halte. Gar nichts. Alles Lüge und Betrug. Schon mal was vom Tiefen Staat gehört? Ich find die Reichsbürger übrigens ziemlich schlau.
Dann sitzt man im Elend und kann im besten Fall nur leise „Servus” sagen. Zum Abschied.
Natürlich ist die Frage falsch gestellt, denn eigentlich will da jemand wissen, wie man den Umgang mit Corona findet, politisch, persönlich, überhaupt. Ob man überhaupt daran glaubt, dass es Corona gibt. Und ob es denn wirklich mehr ist, als ein ganz normaler Schnupfen oder die ewig wiederkehrende Grippe. Aber es hat sich so eingebürgert: Was hältst du von Corona? Miststück, würde ich sagen. Hape Kerkeling hat vor Jahrzehnten mal einen hübschen Sketch gedreht, da klingelt er an der Wohnungstür eines Ehepaares, erklärt, Mitarbeiter eines Meinungsforschungsinstituts zu sein und fragt: Was halten Sie von der Neutronenbombe? Die Antwort lautete: Ach, da nehmen wir gleich zwei.
Was halten wir von den Corona-Regeln, die heute in allen Nachrichten rauf und runter erklärt werden? Im Funkhaus Köln gibt es morgens einen Feueralarm und alle Hörerinnen und Hörer werden umgelegt auf DLF Kultur. So befinde ich mich an diesem Morgen in offensichtlich viel größerer Gesellschaft. Und weiß, dass noch immer eine Mehrheit die Regeln in Ordnung und richtig findet. Auch wenn sie kleiner wird. Die Mehrheit. In Hildburghausen hält sich die Akzeptanz wohl in Grenzen. Warum das so ist, wissen wir nicht, der Landkreis weist gegenwärtig die höchste Inzidenz aus (603).
Je schwerer es fällt, umso wichtiger scheint mir, nicht alle, die da draußen sind und auf die eine und andere Art Nein sagen oder brüllen, über einen Kamm zu scheren. Möglicherweise laufen da ganz viele mit Stockholm-Syndrom rum. Wissen nicht mehr, wie rauskommen. Bei der nächsten Mail mit der Betreffzeile „Was hältst du von Corona?” werde ich wieder antworten.
kg

27.11. Haushaltsbereinigung

Früher, wenn das Kind an Mandelentzündung erkrankt war, sagte die Mutter unweigerlich irgendwann: „Nun ist es langsam genug mit dem Eis, jetzt wird mal wieder was richtiges gegessen.“ Also das, was auf den Tisch kommt. Daran musste ich denken, als die Bundeskanzlerin erklärte, es können mit den großzügigen Novemberhilfen nicht den ganzen Winter so weiter gehen.
Während ich noch über den schönen, seltsam aus der Zeit gefallenen Klang des Worts „Novemberhilfen“ nachdenke, die ich eigentlich jedes Jahr gerne hätte, putze ich das Bad. Hilft auch. Währenddessen hauen die Radio-Nachrichten mir Zahlen um die Ohren, so hoch, dass ich sie sofort vergesse, nur eine kleine bleibt hängen: 14 Euro. Um diesen Betrag wird der monatliche Regelbedarfsatz für Hartz IV erhöht. Das, sagt der Nachrichtensprecher, sei ein Ergebnis der gestrigen Sitzung zur „Haushaltsbereinigung“. Wieviel Zeit muss vergehen, bis sich flüchtiger, fluffiger Staub in hartnäckigen Feststoff verwandelt, gegen den nur noch schrubben hilft?
Der frisch gebackene BDA Vorsitzende Rainer Dulger jedenfalls fordert ein „Belastungsmoratorium“ für die Wirtschaft. In jenem total unaggressiven geduldigen Ton, den er sich über lange Jahre in zahlreichen Ämtern auf Seiten des Kapitals angewöhnt hat, erklärt er der Interviewerin und mir und auch allen anderen, die immer noch glauben sie könnten nur wegen so einer Pandemie an den Grundfesten dieser Gesellschaft rütteln: Die Steuern für die ohnehin schon belasteten Unternehmen dürften auf keinen Fall erhöht werden. Anderenfalls werde die Wirtschaft abgewürgt. Die sehr guten staatlichen Förderprogramme sollten jetzt langsam mal zu einem Ende kommen und man müsse wieder zu einem normalen Wirtschaften zurückkehren. Da behaupte noch einer, die Bundeskanzlerin spreche sich nur mit Drosten ab.
Normales wirtschaften heißt, dass ich jetzt auch in meinem Stadtteil einen Corona-Antigen-Test machen kann, ohne Wartezeit und Ergebnis 20 Minuten später später per Email. Versprechen jedenfalls die Plakate, die in Gestaltung und Ansprache jenen ähneln, mit denen sonst für Car-Sharing und neue Apps geworben wird. Kosten: 49,– Euro. Im Einkauf, so die Pharmazeutische Zeitung, gibt es jenen Antigen-Test als 25er-Gebinde für 170 Euro, also knapp sieben Euro pro Test. Klar, kommen noch Personalkosten, Miete für die Praxis, die Werbekampagne dazu und vor allem der Profit. Normal. Kannst du dir vom Hartz-IV-Regelsatz eher nicht leisten. Aber als Gastronom im gehobenen Segment würde ich jetzt so langsam mal überlegen, ob ich das nicht als Entree zum saisonalen Tasting-Menü anbieten könnte. Als Gutschein auch ein schönes Weihnachtsgeschenk, sagt jemand, mit dem ich mich gerne über solche Dinge unterhalte.
Beim Staubsaugen tanzen zu Róisín Murphy (https://www.roisinmurphyofficial.com/). Musik die an eine Zeit erinnert, als in der BRD niemand auf die Idee gekommen wäre, HIV-Tests müssten Profit abwerfen. Die gab es hier einfach beim Arzt. Für alle die krankenversichert waren. So oft sie fanden, dass sie einen bräuchten.
Wann genau ist es nachhaltiger, ein neues Klo zu kaufen als mit immer ätzenderen Giftstoffen zu versuchen, das alte wieder sauber zu kriegen? Könnte auch mal eine ausrechnen.
sim

28.11. Nicht küssen, bitte

Es ist nicht verboten, aber das heißt nicht, dass man es tun sollte. So in etwa äußerte sich der medizinische Berater der britischen Regierung, Chris Whitty, zum Thema Küssen am Heiligabend. Wikipedia sagt, Küssen sei ein oraler Kontakt mit einem Lebewesen oder einem Objekt. Es gebe Forscher, die den Ursprung dieses Tuns darin sehen, dass ganz früher Mütter vorgekaute Nahrung an ihre Kinder weitergaben. Tiere tun das auch. Es wäre sicher besser, den Wunsch nach oralem Kontakt zu Weihnachten nicht von lebenden auf tote Objekte zu übertragen. Zu traurig und vielleicht auch ein bisschen obszön, wenn wir anfangen, unsere Geschenke zu küssen. Dann lieber gar nicht.
Am Freitag verwirrte ein Beitrag in Deutschlandfunk über eine Idee, die einmal mehr zeigt, wie erfinderisch Unternehmen sind und bleiben, wenn es darum geht, Krise als Chance zu deklinieren. Buddhistische Pilgerflüge. Angeboten von der Thailändischen Airline. Karma dank Kerosin, titelte der Beitrag. Ohne das Flugzeug verlassen zu müssen, könnten sich Tourist*innen zukünftig vielleicht von oben zum Beispiel jene Teile der Welt anschauen, die durch den Klimawandel bald zu verschwinden drohen.
Ein spiritueller Reiseführer rezitiert während des Fluges der Thailändischen Airline Mantras. Er sei sich sicher, dass die Teilnehmer eine eindrucksvolle Erfahrung machen werden, sagt er.
Abheben in Bangkok, 99 heilige Stätten sind versprochen. Im Überflug. Drei Stunden dauert das Ganze, 300 Euro kostet ein Ticket in der Buisiness-Class. Nach sechs Stunden seien die Plätze ausgebucht gewesen, berichtet die Airline. Speisen aus der buddhistischen Tempelküche, Gebete über den Wolken. Alle Sinne werden angesprochen, verspricht das Unternehmen. „Sie werden es genießen, wenn wir gemeinsam im Flugzeug Glück erbitten”, sagt der spirituelle Reiseführer, der sich zugleich als Tourismusbotschafter versteht.
Werfen wir da gerade einen Blick in unsere touristische Zukunft? Ein Schnelltest, um mitreisen zu dürfen, drei, vier, fünf Stunden in einem Flugzeug, von oben die Welt betrachtet, in die wir gerade nicht mehr oder schon wieder nicht reisen dürfen, einen Blick auf bedrohte Natur werfen (vielleicht ein Flug über die Gletscher?), Fotos machen, den Sitznachbarn kennenlernen, sich zum Skypen verabreden, landen, nach Hause. Und weil wir sonst auf viel verzichten müssen, keine Flugscham.
Corona hat ja tatsächlich zu einem Rückgang des CO2-Ausstoßes geführt, der allerdings geringer ausfiel, als von vielen erwartet. Der einstige Direkter des Potsdamer Klimaforschungsinstituts, Joachim Schellnhuber dazu im Deutschlandfunk:
„Wir haben eine Grafik, die zeigt aufgeschlüsselt nach Sektoren, welche Sektoren wie stark reagiert haben. Da kommt heraus, dass etwa beim Flugverkehr, was auch jeder ahnte, massive Einbrüche da waren, während bei der Schwerindustrie relativ wenig, und im Hausbereich, Wärme, Strom und so weiter, gab es sogar Zunahmen zum Teil. Insgesamt muss man sagen: Gemessen an den gigantischen finanziellen Aufwendungen, über die wir hier sprechen – wir reden ja von vielen Billionen, was das Ganze kostet –, ist der Klima-Effekt erstaunlich gering.” Und er flacht die kleine Empörungskurve, die sich bei einer sofort aufbaut angesichts der buddhistischen Flüge zur temporären Rettung einer Airline auch etwas ab, weil er sagte:
„Das bedeutet aber jetzt (…), dass wir genau schauen können, quasi ein unfreiwilliges Großexperiment mit dem Emissionsgeschehen, was wir durch die Corona-Krise erleben. Wir können genau schauen, in welchen Sektoren welche Maßnahmen wieviel bringen, und was sich herausstellt ist, dass es vor allem auf Schwerindustrie, auf das Baugeschehen und so weiter ankommt, also eher auf die mittellangfristigen Dinge. Wenn alle Menschen jetzt plötzlich aufs Fliegen verzichten würden, hätte man schon einen gewissen Effekt, aber er ist vergleichsweise gering. Warum? – Weil der gesamte Flugverkehr nur etwa drei Prozent zum Emissionsgeschehen beiträgt.”
Nichtsdestotrotz wäre eine Kerosinsteuer schon nicht schlecht. Außer in den Niederlanden ist der Kerosinverbrauch in Europa steuerfrei. Das findet wahrscheinlich auch Joachim Schellnhuber, der Mann, der das dicke Buch „Selbstverbrennung“ über die Dreiecksgeschichte Klima-Mensch-Kohlenstoff geschrieben hat, nicht gut.
Der Landrat von Hildburghausen steht unter Polizeischutz. Vernünftig zu sein ist mancherorts gerade sehr gefährlich. Hildburghausen. Man wüsste doch zu gern, was da hinter verschlossenen Türen und hübschen Gardinen für Partylaune sorgt, dass die auf solche Inzidenz kommen.
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kg

Geschrieben von:

Sigrun Matthiesen

Journalistin

Kathrin Gerlof

OXI-Redakteurin